Krakau


Nachdem ich euch im letzten Beitrag schon meine Sightseeing-Highlights vorgestellt habe, kommen wir heute zu den harten Fakten. Wie komme ich hin, wo komme ich unter und was sollte ich unbedingt essen. Los geht's:

Hinkommen

Sehr günstige Flüge nach Krakau gibt es zum Beispiel bei RyanAir, die die Stadt von Dortmund aus anfliegen. Wird auf einen großen Koffer verzichtet und mit Handgepäck gereist, können richtige Schnäppchen gemacht werden. Ich zahlte für einen der Flüge nur 16 Euro - günstiger geht's kaum.
Die Flugdauer beträgt ca. 1 Std. 30 Min.

Der Flughafen Dortmund liegt etwas außerhalb der Stadt in Holzwickede. Vom Hauptbahnhof Dortmund fährt einmal die Stunde ein kostenpflichtiger Shuttlebus nach Holzwickede, alternativ kann Holzwickede selbst mit der Regionalbahn angefahren werden. Vom Bahnhof in Holzwickede fährt wiederum ein kostenpflichtiger Shuttlebus zum Airport.
Mit dem PKW ist der Flughafen schnell erreicht, da er über die Autobahn gut angebunden ist. Vor Ort gibt es Parkplätze, die vorab gebucht werden können. Die Parkplatzgebühr wird aber recht schnell recht teuer. Alternativ kann das Auto im Industriegebiet geparkt werden, allerdings liest man im Internet viele Klagen über Beschädigungen an den Autos.


In Krakau auf dem Flughafen angekommen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten ins etwa 11km entfernte Zentrum der Stadt zu gelangen. Die günstigste ist die Fahrt mit dem Linienbus (ca. 4 Zloty für eine Fahrt), die Fahrtdauer beträgt ca. 40 Minuten.
Ich entschied mich jedoch für die Fahrt mit dem Zug. Ein Ticket kostet 8 Zloty (nicht mal 2 Euro) und die Fahrtdauer liegt bei etwa 20 Minuten. Das Ticket kann am Automaten (am Flughafen auf dem Gleis; deutsche Sprache auswählbar; Bargeld wird benötigt) oder beim Schaffner gekauft werden.
Eine Taxifahrt vom Flughafen in die Stadt kostet etwa 18 Euro.

Krakau selbst lässt sich am besten zu Fuß entdecken, aber für das ein oder andere Ziel bietet sich doch ein Ticket für die Straßenbahn an. Ein Tagesticket (24 Std., Zone I) kostet 15 Zloty. Die Automaten an den Haltestellen können auf die deutsche oder englische Sprache umgestellt werden.


Unterkommen: Aparthotel Miodowa



Vorab hatte ich diesmal ein Hotel gebucht - ein ungewohnter Luxus. Diesmal reiste ich nicht allein, so dass wir die Kosten für das Hotel teilen konnten und ich somit pro Nacht etwas über 30 Euro zahlte. Entschieden hatte ich mich für das Aparthotel Miodowa im jüdischen Viertel Kazimierz. Überzeugt haben mich die vielen guten Onlinebewertungen und der faire Preis für das 36qm große Apartment. Das Apartment bestand aus einem relativ großen Bad, einer kleiner Küchenzeile plus Tisch und Stühlen und einem etwas abgetrennten Schlafraum mit einem zusätzlichen (Schlaf)Sofa, und einem Schreibtisch.
Auch wenn es in der ersten Nacht (Samstag auf Sonntag) draußen etwas lauter zuging, kann ich das Hotel für einen Krakau-Aufenthalt empfehlen. Die Lage im jüdischen Viertel ist optimal um zum Sightseeing in die Altstadt (ca. 1,5km) zu starten oder abends noch im jüdischen Viertel um die Häuser zu ziehen. Es gibt nah am Hotel eine Straßenbahnhaltestelle, so dass man auch die öffentlichen Verkehrsmittel wunderbar nutzen kann. Gegenüber vom Hotel gibt es einen kleinen Supermarkt, bei dem wir uns z.B. mit Wasser eindeckten. Im Preis enthalten war auch das Frühstück, dass zwar nicht überragend, aber grundsolide war. Es gab reichlich Auswahl und wir sind jeden Tag satt geworden.


Essen & Trinken


Abends gingen wir immer im jüdischen Viertel Kazimierz essen. Für die Abende ließ ich meine Kamera immer im Hotel, weshalb alle Fotos oben mit dem Handy entstanden sind (dementsprechend die eher miese Qualität).

Oben links sieht man ein Zapiekanka, ein langes Baguette, das mit Salami, Käse und Pilzen belegt ist und oben drauf noch eine Ladung Ketchup bekam. Es handelt sich dabei um typisch polnisches FastFood und ist gefühlt an jeder Straßenecke erhältlich. Tatsächlich fand ich es überraschend lecker, obwohl ich die Kombination mit Ketchup anfänglich doch etwas seltsam empfand. Dieses Zapiekanka hat 7 Zloty (ca. 1,60 Euro) gekostet und ist damit ein wahres FastFood-Schnäppchen. Unbedingt probieren!

Unten links und oben rechts ist mein Menü in einem traditionellen polnischen Restaurant zu sehen. Das Restaurant wurde auf der Karte von der Free Walking Tour empfohlen und da es recht nah bei unserem Hotel lag, statteten wir es am gleichen Tag noch einen Besuch ab. Als Hauptspeise gab es einen Salat mit Walnüssen, Bacon und Cranberries, als Nachtisch Käsekuchen. Probieren sollte man in einem traditionellen Restaurant auf jeden Fall die Pierogi (Teigtaschen).

Am letzten Abend entschieden wir uns für einen Besuch in der Fabryka Pizzy (unten rechts), die in ganz Polen mehrere Restaurants betreibt. In Krakau sind sie sowohl im jüdischen Viertel als auch in der Altstadt vertreten. Dort fanden wir eher italienisches Essen, aber geschmeckt hat es trotzdem sehr gut.

In Polen sollte man außerdem unbedingt polnischen Vodka probieren. Wir suchten uns jeden Abend eine andere Bar und probierten ein wenig durch. Ein Schnapsglas enthält in Polen standardmäßig nicht wie in Deutschland 2cl, sondern gleich 4cl. Es kann aber auch ein "kleiner Schnaps" bestellt werden, dieser enthält 2cl und kostete immer genau die Hälfte.
Mein Favorit war eindeutig der Żubrówka Gold...

Seid ihr schon in Polen gereist? Was sollte man dort noch unbedingt mal probieren?

3 Kommentare:

  1. Das Hotel sieht echt super schön aus, da habt ihr echt eine gute Wahl getroffen. Ich bin da ja immer etwas pingelig und muss gestehen, dass mir das Hotel sehr wichtig ist und gerade dessen Sauberkeit, Service und Frühstücksangebot. Liegt aber auch daran, dass ich jemand bin, der nur dann Spaß im Urlaub hat, wenn er sich in der Unterkunft wohlfühlt. Somit gebe ich dafür wohl immer am meisten Geld aus.

    Das Essen sieht richtig lecker aus, vor allem das überbackene Baguette, sowas mache ich mir auch super gerne zu Hause und finde den Preis dafür echt klasse. Die Fotos sind aber doch gut geworden, find die Qualität jetzt eigentlich ziemlich gut ;).

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Habe ich gerne gemacht :). Hoffe, bei den anderen Beiträgen ist dann noch was für dich mit dabei.

    AntwortenLöschen
  2. ich war noch nie in polen, würde mir aber krakau auch gern mal ansehen. hübsche unterkunft und das essen sieht durchaus lecker aus :)

    AntwortenLöschen
  3. Oxfam gibt es bei uns leider gar nicht, generell besuche ich oft kleinere regionale Buchläden, wenn ich in den Orten bin, wo es sie gibt, abseits davon liebe ich jedoch Hugendubel, in dem Laden könnte ich auch Stunden verbringen.

    Auf Ebay Kleinanzeigen habe ich noch nie geschaut, was da so für Bücher in meiner Region verkauft werden, wenn man dann natürlich gleich mehrere abholen kann, die man schon immer mal haben wollte, ist das sicherlich praktisch. Aber stimmt, muss sich halt definitiv lohnen.

    AntwortenLöschen

 

Instagram

Folgen?

Follow

Hier schreibt...

...Antje, 26 Jahre alt aus Hannover.
Mit dem Rucksack auf dem Rücken und der Kamera in der Hand liebe ich es neue Orte und Gegenden zu entdecken.
Du willst mehr wissen?