Weihnachtliches Hannover



Der 1. Advent ist an mir vorbei geflogen. Die Vorweihnachtszeit ist bei mir immer besonders stressig, aber normalerweise hätte letzte Woche um diese Zeit ein Adventskranz bereit gestanden und mein Weihnachtsbaum ist um diese Zeit eigentlich auch schon geschmückt. Nun ist heute schon der 2. Advent; einen Adventskranz habe ich immer noch nicht und ich werde gleich wohl noch etwas Notdürftiges aus Resten aus dem letzten Jahr und Krams aus der Dekokiste zusammen basteln. Immerhin der Baum steht inzwischen und mit ihm zieht dann doch auch die Vorfreude auf das Weihnachtsfest in meine Wohnung ein.

Ohne Titel

Zwischen all dem Hin- und Hergehetze, schaffte ich es an einem Nachmittag meine Kamera mal wieder auszuführen und besuchte den Weihnachtsmarkt in Hannover. Das letzte Mal war ich vor etwa 10 Jahren auf dem hannoverschen Weihnachtsmarkt und Erinnerungen daran sind kaum noch existent. Dementsprechend lief ich ohne Erwartungen hinein in die Innenstadt Hannovers, mit der ich mich bisher nicht besonders anfreunden konnte. Eigentlich ist sie, meiner Meinung nach, der absolute Schandfleck dieser Stadt und ich besuche sie nur sehr ungern. Während ich in Bremen quasi nie bestellte und alle meine Einkäufe in der Stadt erledigte, trifft mich man in Hannovers Innenstadt nur sehr, sehr selten an und der nette Kioskbesitzer, der meine Hermes-Pakete entgegennimmt, und ich sind kurz vorm "Du".

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Jetzt in der Weihnachtszeit erstrahlt die Innenstadt in abertausenden Lichtern. Vom Bahnhof aus geht es zum Kröpcke und hier findet man die klassischen Weihnachtsbuden. Es gibt Glühwein, Kakao mit Schuss und Essen, Essen, Essen. Das Highlight ist die Weihnachtspyramide direkt am Kröpcke, die schon einiges her macht. Leider finde ich die Innenstadt weiterhin nicht besonders hübsch und so führte mich mein Weg schnell weiter in Hannovers Altstadt. Hier findet man Fachwerkhäuser und ich fühlte mich gleich wieder wohler. Tschüss Betonwüste, hallo Fachwerk!

In diesem Bereich der Stadt befinden sich auch drei besondere Weihnachtsmärkte. Am Ballhofplatz gastiert das finnische Dorf. Es sind zwar nur wenige Buden, doch der Ballhofplatz hat seinen eigenen Charme und hier trinkt man statt Glühwein Glögli.
Von dort geht es auch gleich weiter auf den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Einen solchen kenne ich auch schon aus Bremen, doch sind in Hannover ganz andere Stände anzutreffen. Hier kann man z.B. Bogen oder Armbrust schießen ausprobieren und ich beobachtete beeindruckt einen Mann bei seinen ersten Versuchen.
Letztlich landete ich beim Wunschbrunnen-Wald. Auf dem Holzmarkt rund um den Brunnen herum wurden fünfzig riesige Tannen aufgestellt und innen drin findet man sich in einer kleiner Märchenwelt wieder. Der Wunschbrunnen-Wald ist definitiv eine Besonderheit und inmitten des Waldes kann man schnell vergessen, dass man sich in einer großen Stadt befindet; zumindest solange bis man wieder die Massen an Menschen um sich herum realisiert, denn der Wald erfreut sich großer Beliebtheit.

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Sollte es euch in der Adventszeit nach Hannover verschlagen, dann bleibt nicht an der ersten Glühweinbude hängen, sondern traut euch vor in die Altstadt Hannovers. Dort gibt es wirklich tolle Buden zu entdecken und zwischen den Fachwerkhäusern vergisst man schnell die große Stadt um sich herum.

Habt ihr den Weihnachtsmarkt in Hannover schon mal besucht? Welche Weihnachtsmärkte sind euch in besonderer Erinnerung geblieben?
Ich wünsche euch einen wundervollen 2. Advent!

5 Kommentare:

  1. Bisher war ich noch nie in Hannover, aber ich glaube das mir die Altstadt wohl auch besesr gefallen würde. Generell bin ich ja ein Fan der alten Fachwerkhäuser und Gebäude. Ich finde die haben einfach so viel mehr Charme, als unsere Betonbauten. Mit denen kan ich auch nicht viel anfangen und bei Berichten über neue Gebäude und wie tolle diese sind, kann ich einfach nie zustimmen.

    Der Mittelalterweihnachtsmarkt hört sich toll an. Bei uns in der Umgebung gibt es auch einige und ich hoffe ich schaffe es in diesem Jahr mal einen zu besuchen. Denn genauso wie bei dir, ist die Vorweihnachtszeit bei mir leider auch ziemlich stressig. Ich muss in den nächsten Wochen leider drei Referate ausarbeiten und somit wird es an der Uni richtig stressig. Entspannen ist erst in den Ferien selbst angesagt, da sind die Weihnachtsmärkte dann aber leider auch vorbei.

    Die Bilder sind übrigens klasse geworden ;).

    Danke auch für dein liebes Kommentar. Das freut mich zu hören :). Ich finde aber, dass der so gut, dass man den auch das ganze Jahr über schauen kann. Oh ja der war auch super.

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  2. Oh der Weihnachtsmarkt sieht echt schön aus! Vor allem der Mitteralterliche interessiert mich, war am Freitag auch das erste Mal auf einem bei uns in Karlsruhe (Beitrag dazu ist gerade online gegangen) und wusste vorher gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt :D kannte immer nur die normalen und fand die so lala, weil eigentlich gar kein Weihnchtsfan bin... aber so langsam kommt auch bei mir Stimmung auf ;) hab gestern Plätzchen geschenkt bekommen und generell 2 Adventskalender geschenkt bekommen, dabei wollte ich NIEEEE welche! Aber hey, die Geste zählt und ich kann Schokolade essen ohne schlechtes Gewissen zu haben haha :D

    Liebe Grüße <3

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  3. Mein letzter Weihnachtsmarkt-Hannover-Besuch ist auch schon ein paar Jahre her. Damals bin ich, kurz vorm Hauptbahnhof, mit zwei Freunden an so einer Weihnachtspyramide mit integriertem Glühweinstand hängengeblieben. War wohl nicht die beste Entscheidung, wenn ich deinen Bericht so lese. ;)

    Liebe Grüße.
    Sarah

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  4. Ich habe ja auch so einen Weihnachtsmarkt, mit dem ich einfach ganz besondere Erinnerungen verbinde und wo ich jedes Jahr hin MUSS. Allerdings liegt der in einer ganz anderen Richtung. ;) Ist nämlich der in der Altstadt von Innsbruck. :)

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  5. Euer Weihnachtsmarkt gefällt mir bisher tatsächlich am besten! So schön groß und weitläufig und mit den verschiedenen Themen, einfach klasse! :D
    Vielen Dank für den Tipp mit dem Café, da muss ich bei meinem nächsten Besuch mal vorbeischauen!
    War dein Ofen eventuell nicht heiß genug, dass der Blätterteig so aufgegangen ist?

    Viele liebe Grüße nach Hannover und einen guten Rutsch!

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...Antje, 26 Jahre alt aus Hannover.
Mit dem Rucksack auf dem Rücken und der Kamera in der Hand liebe ich es neue Orte und Gegenden zu entdecken.
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