Stativ oder Nichtstativ - das ist hier Frage

Es ist momentan etwas ruhiger hier. Das liegt vor allem daran, dass ich in letzter Zeit viel gearbeitet habe und Hannover gleichzeitig in einer Suppe von Grau versunken ist. Inzwischen lässt sich die Sonne glücklicherweise auch in Hannover mal wieder blicken, aber arbeiten muss ich natürlich trotzdem und die restliche Zeit verbringe ich aktuell hauptsächlich mit der Reiseplanung.
Ehrlich gesagt sind die angekündigten Pläne aus dem letzten Beitrag schon restlos über den Haufen geworfen bzw. verschoben. Plötzlich waren da günstige Flüge, ich habe spontan gebucht und nun geht es statt nach Kroatien mit dem Flieger gen Westen.



Jedes Mal, wenn ich anfange eine Reise zu planen, stelle ich mir die gleiche Frage: Packe ich mein Stativ mit ein oder lasse ich es Zuhause?
Wenn ich nur mit Handgepäck reise ist die Frage recht schnell beantwortet, denn aufgrund des Gewichts meiner "Standardausrüstung" beim Fotografieren ist definitiv kein Platz mehr für das Stativ. Nicht, weil es der Platz nicht hergeben würde, sondern weil ich die Gewichtsbestimmungen des Handgepäcks dann einfach nicht einhalten könnte und somit muss das Stativ auf den Städtereisen meist Zuhause bleiben.

Ohne Titel
Erste Versuche mit dem ND-Filter auf Rügen

Starte ich einen Roadtrip von Zuhause aus, lässt sich die Frage ebenso klar beantworten. Das Stativ kommt auf jeden Fall mit. Wenn ich es nicht brauche, lasse ich es einfach im Auto liegen. Dort nimmt es keinen Platz weg und ist sicher verstaut. Für Tagestouren packe ich es mit in meinen Daypack und kann es dann unterwegs flexibel einsetzen.

Ohne Titel
"Selfie" im Südharz, Thüringen

Schwierig wird die Entscheidung, wenn ich eine Backpacker-Tour plane. Die Gepäckbestimmungen lassen das Mitnehmend des Stativs zu, aber letztlich werde ich es wochenlang auf meinem Rücken tragen müssen. Immerzu und überall. Nun besitze ich ein kleines und leichtes Reisestativ, das "nur" 1200g wiegt, aber selbst das kann auf dem Rücken schon einen Unterschied machen.

Momentan schwanke ich bei der Planung immer wieder hin und her. Es wird auf jeden Fall einige Situationen geben, in denen ich das Stativ gut nutzen könnte. Werde ich mich ärgern, wenn ich es Zuhause lasse, weil ich dann eben nicht das tolle Foto mit dem ND-Filter machen kann? Oder habe ich vielleicht an dem Ort gar keine Lust mich hinzustellen und Fotos zu machen, sondern möchte einfach nur im Sand sitzen und den Moment genießen?
Es wird vermutlich noch ein wenig Zeit vergehen, bis ich mich wirklich festlege.

London Eye
Fotografieren bei Nacht in London (übrigens ohne Stativ)

Wie organisiert ihr das auf Reisen? Habt ihr ein Stativ dabei oder lasst ihr es Zuhause?
Nutzt ihr vielleicht Alternativen zum klassischen Stativ?



2 Kommentare:

  1. Das Gewicht und herum schleppen eines Stativs schreckt mich auch immer davon ab. Klar, man könnte die ein oder andere Langzeitbelichtung machen und hin und wieder würde mich das auch reizen, aber generell vermisse ich es doch eher weniger. Gerade wenn man viel unterwegs ist, wär's mir doch zu umständlich und das aufbauen würde mir auch meisten zu lange dauern... Ich bin dann auf Reisen doch jemand, der liebe spontan Szenen festhält.

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  2. Tatsächlich? Wir haben hier zum Teil auch Raufasertapete und da halten die echt gut... ohne Powerstrips gäbe es meine Fotowand nicht! ;)

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...Antje, 26 Jahre alt aus Hannover.
Mit dem Rucksack auf dem Rücken und der Kamera in der Hand liebe ich es neue Orte und Gegenden zu entdecken.
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